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Pflegekompass
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Arme und Beine gut aber Hände und Fußekzem wo liegt das ? [Video: Wann lohnt sich ein Widerspruch zum Pflegegrad?]

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Pflegekompass-LeserEingereichte Frage

Gefragt 26. April 2026 um 19:21

Arme und Beine gut aber Hände und Fußekzem wo liegt das ? Wenn man ständig Hilfe brauch das wird nie erwähnt

1 Antwort

Tobias
TobiasExperte

Experte für Pflegerecht

Geantwortet vor 3 Std.

Hände und Fußekzeme fallen im Pflegegrad nicht „als Diagnose“ ins Gewicht, sondern nur über den tatsächlichen Hilfebedarf im Alltag. 1. Wo wird das eingeordnet? Das wird im MD-System meist in zwei Bereichen berücksichtigt: 👉 Modul 4 – Selbstversorgung Waschen Eincremen / Hautpflege Anziehen (wenn Hände/Füße betroffen sind) 👉 Modul 5 – Umgang mit Krankheit/Therapie regelmäßige Salbenbehandlung Verbände ärztlich verordnete Hautpflege 2. Entscheidend ist nicht das Ekzem – sondern die Folge Nicht „Ekzem = Pflegegrad“, sondern: 👉 Braucht die Person regelmäßig Hilfe, z. B.: Salbe auftragen Hände/Füße eincremen Verbände wechseln Schmerzen verhindern / Hautschutz sicherstellen 3. Wann wird das wirklich berücksichtigt? Nur wenn es dauerhaft und regelmäßig ist, z. B.: täglich oder mehrmals täglich Hilfe nötig die Person kann es nicht selbstständig machen (Schmerzen, offene Stellen, Beweglichkeit eingeschränkt) Pflegeperson muss aktiv eingreifen, nicht nur erinnern 👉 Dann kann das in die Bewertung einfließen. 4. Warum „wird das nie erwähnt“? Das passiert sehr oft, weil: -solche Dinge im Gespräch zu wenig konkret beschrieben werden -Betroffene sagen „Arme und Beine sind ok“, obwohl Hände im Alltag stark eingeschränkt sind -MD erfasst nur, was klar geschildert oder beobachtet wird 5. Kurz gesagt Hände- und Fußekzeme werden nur dann pflegerelevant, wenn sie regelmäßige fremde Hilfe im Alltag nötig machen. Die Diagnose allein reicht nicht – entscheidend ist, wie stark dadurch die Selbstständigkeit wirklich eingeschränkt ist.
Fachlicher Prüfer für Pflegerecht, Leistungsansprüche und Antragsverfahren nach SGB XI.Zum Profil
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