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Pflegekompass
PflegetippsEingereichte Frage
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Welche Maßnahmen zählen zur Wohnumfeldverbesserung nach § 40 SGB XI?

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Pflegekompass-LeserEingereichte Frage

Gefragt 11. Mai 2026 um 04:15

Google PAA: "Welche Maßnahmen gehören zur Wohnumfeldverbesserung?" Antwort-Snippet (nur Referenz, NICHT uebernehmen): Das ist im Einzelfall davon abhängig, welche gesundheitlichen Einschränkungen Sie haben und welche Barrieren es in Ihrem Wohnumfeld gibt. Oft geht es aber um Treppenlifte, Türverbreiterungen, Treppengeländer, Rollstuhlrampen und vor allem den Abbau von Barrieren im Badezimmer.

1 Antwort

Daniel Lepper
Daniel LepperExperte

Pflegefachkraft außerklinische Intensivpflege

Geantwortet vor 2 Tagen

Hallo, Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen sind Umbauten, die das Wohnen mit Pflegebedarf erleichtern, die häusliche Pflege ermöglichen oder eine selbständigere Lebensführung wiederherstellen. Geregelt in § 40 Abs. 4 SGB XI, Zuschuss bis 4.180 € pro Maßnahme ab Pflegegrad 1. Klassisch bezuschusste Maßnahmen aus dem Pflegealltag: Im Bad (häufigster Posten): - Bodengleiche Dusche statt Badewanne - Haltegriffe an Dusche, WC, Wanne - Erhöhter WC-Sitz oder Dusch-WC - Rutschhemmender Bodenbelag - Unterfahrbarer Waschtisch für Rollstuhl Türen und Wege: - Türverbreiterungen (mindestens 80 cm lichte Breite für Rollstühle) - Schwellenabbau, bodengleiche Übergänge - Automatische Türöffner Treppen und Etagen: - Treppenlift (Sitzlift, Plattformlift) - Außenrampen für den Hauseingang - Hublifte bei wenigen Stufen - Zusätzliche Handläufe Im Wohnraum: - Pflegebett-fähige Schlafzimmergestaltung (Wand-Versetzungen, Strom-Anschlüsse) - Absenkung von Schalterleisten, Erhöhung von Steckdosen - Verlegung des Schlafzimmers ins Erdgeschoss inklusive baulicher Anpassungen - Anpassung der Küchenarbeitshöhe bei Rollstuhl-Nutzung Zur Mechanik: Der Zuschuss von 4.180 € gilt pro Maßnahme — nicht pro Jahr und nicht einmalig im Leben. Wenn sich die Pflegesituation wesentlich ändert (neuer Pflegegrad, Rollstuhl-Pflicht, neue Erkrankung), kann erneut beantragt werden. In WGs mit mehreren Pflegebedürftigen erhöht sich die Grenze auf bis zu 16.720 € pro Maßnahme. Beantragt wird immer vor Auftragsvergabe. Ablauf: 1. Kostenvoranschlag vom Handwerker einholen. 2. Antrag bei der Pflegekasse mit Begründung (welche Pflegeerleichterung erreicht wird). 3. Bewilligung abwarten — die Kasse schickt oft den MD zur Begehung. 4. Erst nach Bewilligung beauftragen. 5. Rechnung einreichen, Zuschuss wird überwiesen. Mein Tipp aus der Praxis: Schreib in die Begründung konkret, welche pflegerischen Tätigkeiten dadurch leichter werden — also nicht "wegen Alter", sondern "tägliches Duschen ohne Sturzgefahr" oder "Transfer vom Rollstuhl zum WC ohne zwei Helfer". Anträge mit pflegefachlichem Bezug werden deutlich schneller bewilligt als rein bauliche Beschreibungen. Die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI hilft beim Formulieren, ebenso viele Wohnberatungsstellen der Kommunen.
Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger mit 15+ Jahren Erfahrung in der Intensiv- und häuslichen Pflege.Zum Profil
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