Kurzantwort: Der Johanniter Hausnotruf kostet 2026 im Basispaket nach Angaben des Trägers rund 25 Euro pro Monat plus einer einmaligen Anschlussgebühr von etwa 49 Euro. Mit anerkanntem Pflegegrad 1 oder höher zahlt die Pflegekasse einen Zuschuss von 25,50 Euro pro Monatnach § 40 SGB XI — der Eigenanteil für die Grundausstattung liegt damit häufig bei 0 Euro.
- Basispaket:ca. 25 €/Monat + 49 € Anschluss
- Komfort:+ ca. 5 €/Monat mit Schlüssel-Service
- Premium:+ ca. 10 bis 12 €/Monat mit Sturzsensor (Vibby) und/oder GPS-Mobilteil
- Kassen-Zuschuss:25,50 €/Monat ab Pflegegrad 1 (§ 40 SGB XI)
- Vertragslaufzeit: meist 12 Monate, danach monatlich kündbar
Hinweis: Die Preise variieren je nach Regionalverband leicht. Verbindlich sind die Angaben des Trägers im Vertragsangebot.
Wer einen Hausnotruf sucht, stößt fast immer zuerst auf die Johanniter — neben Malteser, DRK, ASB und Caritas sind sie einer der bundesweit präsenten Träger. Genau das macht die Entscheidung schwer: Welches Paket reicht? Was zahlt die Kasse? Und was kommt am Ende wirklich auf den eigenen Kontoauszug?
Wir haben uns die Paket-Struktur der Johanniter angesehen und die zentralen Zahlen zusammengetragen. Keine Bewertung, keine Empfehlung — nur die Fakten, damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen. Was Sie konkret in Ihrer Region bezahlen, klärt am Ende nur der Regionalverband selbst.
Was kostet der Johanniter Hausnotruf 2026?
Die Johanniter-Unfall-Hilfe nennt für das Basispaket einen monatlichen Preis von rund 25 Euro. Hinzu kommt eine einmalige Anschluss- oder Einrichtungspauschale von typischerweise 49 Euro. Die genauen Werte können zwischen den Regionalverbänden leicht abweichen, weil die Johanniter dezentral organisiert sind und jeder Verband eigene Verträge mit Lieferanten und Servicezentralen schließt.
Was im Basispaket enthalten ist:
- Basisstation, die an den Festnetz- oder Mobilfunkanschluss angeschlossen wird
- Funkfinger (Armband oder Halskette) mit Notrufknopf
- Anschluss an die 24/7-Servicezentrale der Johanniter
- Hinterlegung von bis zu drei Kontaktpersonen, die im Ernstfall alarmiert werden
- Wartung, Akku-Tausch und technischer Support während der Vertragslaufzeit
Für viele Nutzerinnen und Nutzer ist genau das ausreichend — der Funkfinger sitzt am Handgelenk, die Basisstation steht im Wohnzimmer, und im Notfall reicht ein Knopfdruck. Wer mehr will — etwa einen Schlüssel-Service oder einen Sensor, der einen Sturz automatisch erkennt — wechselt in das Komfort- oder Premium-Paket.

Welche Pakete bietet die Johanniter an?
Die Johanniter führen typischerweise drei Hauptpakete im Programm. Die genauen Namen können zwischen Regionalverbänden variieren — die Inhalte sind aber in der Regel ähnlich strukturiert.
Basispaket (Hauspaket)
Das Standardprodukt. Funkfinger plus Basisstation plus 24/7- Servicezentrale. Reichweite typisch 30 bis 50 Meter rund um die Basis. Im Notfall meldet sich die Zentrale, hört in den Raum, ruft hinterlegte Kontakte oder den Rettungsdienst. Monatlich rund 25 Euro, einmaliger Anschluss rund 49 Euro.
Komfortpaket (mit Schlüssel-Service)
Das Basispaket plus die Möglichkeit, einen Wohnungsschlüssel bei der Johanniter hinterlegen zu lassen. Falls der Rettungsdienst anrücken muss und niemand öffnen kann, kommt eine Schlüsselhinterlegung zum Einsatz — ohne dass die Wohnungstür aufgebrochen wird. Aufpreis: in der Regel etwa 5 Euro monatlich. Bei einigen Regionalverbänden ist der Schlüssel- Service auch separat zubuchbar.
Premiumpaket (mit Sturzsensor und/oder GPS-Mobilteil)
Hier kommen technische Erweiterungen ins Spiel: ein Sturzsensor, der automatisch Notrufe auslöst, wenn ein Sturz erkannt wird (das System Vibby), und/oder ein mobiles GPS-Notrufgerät für unterwegs — etwa bei Spaziergängen, im Garten oder beim Einkaufen. Der Aufpreis liegt typisch bei 10 bis 12 Euro monatlich gegenüber dem Komfortpaket. Sturz- und GPS-Optionen werden in der Regel nicht von der Pflegekasse bezuschusst — der Mehrpreis bleibt Eigenanteil.
Wichtig: Die hier genannten Preise sind Größenordnungen nach Angaben der Johanniter und Recherchen von Pflegekompass im Mai 2026. Verbindlich sind ausschließlich die Konditionen, die Ihnen der Regionalverband schriftlich im Vertragsangebot nennt. Lassen Sie sich vor Vertragsschluss eine genaue Aufstellung geben.
Pakete im Direktvergleich
Die folgende Tabelle fasst die typischen Leistungen und Preise der drei Pakete zusammen. Beachten Sie: Konkrete Preise und Leistungsumfang stehen verbindlich nur im Vertragsangebot Ihres Regionalverbands.
| Leistung | Basis | Komfort | Premium | Pflegekasse zahlt? |
|---|---|---|---|---|
| Funkfinger + Basisstation | ja | ja | ja | Ja — 25,50 €/Monat |
| 24/7-Servicezentrale | ja | ja | ja | im Zuschuss enthalten |
| Schlüssel-Service | nein | ja | ja | Nein — Eigenanteil |
| Sturzsensor (Vibby) | nein | nein | ja | Nein — Eigenanteil |
| GPS-Mobilteil unterwegs | nein | nein | optional | Nein — Eigenanteil |
| Monatlich (vor Zuschuss) | ~ 25 € | ~ 30 € | ~ 35-37 € | — 25,50 € |
Tabelle: Pflegekompass nach Angaben der Johanniter-Unfall-Hilfe, Stand Mai 2026. Werte sind Größenordnungen, regional abweichend.
Was übernimmt die Pflegekasse?
Der Hausnotruf zählt nach § 40 SGB XI zu den technischen Pflegehilfsmitteln. Das hat eine wichtige Konsequenz: Sie brauchen keine ärztliche Verordnung — sondern nur einen anerkannten Pflegegrad. Sobald mindestens Pflegegrad 1 vorliegt, übernimmt die Pflegekasse im Jahr 2026 einen Pauschalzuschuss von 25,50 Euro pro Monat, der direkt mit der Johanniter abgerechnet wird.
Mehr Details zum Antrag finden Sie in unserem Ratgeber Hausnotruf-Antrag bei der Pflegekasse und einen Überblick über die Zuschuss-Höhe in Hausnotruf-Zuschuss 2026. Wer noch keinen Pflegegrad hat, kann den Hausnotruf trotzdem bekommen — muss aber selbst zahlen; mehr dazu in Hausnotruf ohne Pflegegrad.
Wichtig zur Abrechnung:Der Zuschuss wird in der Regel direkt an die Johanniter überwiesen. Sie selbst sehen nur den Differenzbetrag auf der Rechnung — also: Standardpreis minus 25,50 Euro. Bei vielen Regionalverbänden bedeutet das beim Basispaket einen Eigenanteil von 0 bis wenigen Euro pro Monat.
Wie weit reicht der Funkfinger?
Die typische Reichweite eines klassischen Hausnotruf-Funkfingers liegt nach Anbieter-Angaben bei 30 bis 50 Metern rund um die Basisstation. Faktoren, die die Reichweite beeinflussen:
- Bauweise: Stahlbeton dämpft Funk stärker als Holz oder Trockenbau.
- Geschosse: Bei mehrstöckigen Häusern kann es über zwei oder drei Stockwerke knapp werden.
- Außenbereich: Kleiner Garten oder Balkon funktionieren in der Regel gut, größere Grundstücke nicht.
- Akkustand: Bei niedrigem Akku sinkt die Sendeleistung — deshalb signalisiert der Sender vorher.
Wer regelmäßig draußen unterwegs ist, braucht das GPS-Mobilteil aus dem Premium-Paket. Mehr zum Unterschied lesen Sie in unserem Ratgeber Hausnotruf mobil mit GPS. Wer überlegt, statt eines klassischen Hausnotrufs eine Smartwatch zu nutzen, findet einen Faktencheck unter Hausnotruf vs. Smartwatch.
Vibby — Sturzsensor der Johanniter
Vibby ist ein automatisches Sturzerkennungs-Sensorsystem, das die Johanniter in einigen Premium-Paketen als Option anbieten. Es kombiniert Bewegungssensoren mit einem Algorithmus, der typische Sturzmuster erkennt: schneller Fall plus längere Bewegungslosigkeit lösen automatisch einen Notruf aus — auch wenn die betroffene Person nicht selbst auf den Knopf drücken kann.
Sturzsensoren wie Vibby sind kein Ersatz für den klassischen Notrufknopf, sondern eine Ergänzung. Wer einen Sturzsensor in Erwägung zieht, sollte vorher prüfen, wie zuverlässig das System im eigenen Alltag funktioniert — Sensoren reagieren manchmal auch auf andere schnelle Bewegungen. Mehr zum Thema in Hausnotruf mit Sturzerkennung 2026.
So beantragen Sie den Johanniter Hausnotruf
Der Antragsweg ist bei der Johanniter unkompliziert — die meisten Schritte übernimmt der Regionalverband für Sie:
- Pflegegrad prüfen.Mindestens Pflegegrad 1 sichert den Zuschuss von 25,50 €/Monat. Wer noch keinen hat, kann ihn parallel beantragen. Wenn Sie Pflegegrad 1 haben und unsicher sind, was Ihnen sonst noch zusteht, lesen Sie Hausnotruf bei Pflegegrad 1.
- Regionalverband kontaktieren. Die Johanniter arbeiten regional — fragen Sie online nach dem für Sie zuständigen Verband oder rufen Sie die Hauptzentrale an. Dort bekommen Sie Beratung, oft auch einen Hausbesuch zur Einrichtung.
- Paket wählen + Vertrag unterschreiben. Lassen Sie sich ein konkretes Angebot mit allen Preisen und Laufzeiten schriftlich geben. Im Vertrag steht auch, dass die Johanniter den Pflegekassen-Zuschuss direkt mit Ihrer Kasse abrechnen.
- Pflegekassen-Antrag mit-unterschreiben. In der Regel wird der Antrag bei der Pflegekasse vom Regionalverband miterledigt — Sie unterschreiben nur ein Formular. Begründung: Alleinleben, Sturzrisiko, chronische Erkrankung oder ähnliches.
- Installation + Probealarm. Ein Techniker oder ehrenamtlicher Helfer schließt die Basisstation an, zeigt Ihnen den Funkfinger und macht einen Testalarm. Ab da läuft das System.
Was kommt am Ende auf den Eigenanteil?
Wer das Basispaket nimmt und mindestens Pflegegrad 1 hat, zahlt typischerweise nichts oder wenige Euro Eigenanteil pro Monat. Der Pflegekassen-Zuschuss von 25,50 € deckt die Grundgebühr von rund 25 € ab. Was Sie aber selbst tragen müssen, sind Zusatzleistungen, die nicht im § 40 SGB XI-Zuschuss enthalten sind:
- Schlüssel-Service— meist 4 bis 8 € monatlich extra
- Tageskontakt-Service(täglicher Kontrollanruf) — 10 bis 20 € monatlich extra
- Sturzsensor / Vibby— 5 bis 10 € extra
- GPS-Mobilteil unterwegs— 10 bis 15 € extra
- Anschlussgebühr einmalig— typisch 49 € (in vielen Fällen wird die einmalige Pauschale von 10,49 € aus dem Zuschuss verrechnet)
Den Gesamteindruck der Hausnotruf-Kosten — über alle Anbieter hinweg — finden Sie in unserem Ratgeber Hausnotruf Kosten 2026 und einen vergleichenden Überblick im Hausnotruf-Anbieter-Vergleich 2026.
Wann lohnt sich der Johanniter Hausnotruf?
Der Hausnotruf ist kein Selbstzweck. Er lohnt sich, wenn eine der folgenden Situationen zutrifft:
- Sie leben allein — und im Notfall könnte niemand sofort Hilfe holen.
- Sie haben ein erhöhtes Sturzrisiko — beispielsweise nach einer Operation, bei Osteoporose oder bei schwankender Mobilität.
- Sie haben chronische Erkrankungen wie Herzschwäche, Diabetes oder Schlaganfall-Risiko.
- Ihre Angehörigen arbeiten — und sind tagsüber oft unerreichbar.
- Sie leben in der eigenen Wohnung mit Demenz-Diagnose — dann ist ein Hausnotruf oft mit Sturzsensor sinnvoll. Mehr in Hausnotruf bei Demenz.
Wenn keiner dieser Punkte zutrifft und Sie selten allein sind, lohnt sich auch nachzudenken, ob eine moderne Smartwatch mit Sturzerkennung statt eines klassischen Hausnotrufs reicht — der direkte Vergleich findet sich in Hausnotruf vs. Smartwatch.
Häufige Fragen zum Johanniter Hausnotruf
Was kostet der Johanniter Hausnotruf 2026 pro Monat?
Das Basispaket kostet nach Angaben des Trägers rund 25 € pro Monat plus eine einmalige Anschlussgebühr von etwa 49 €. Mit Pflegekassen-Zuschuss (25,50 €) bleibt für die Grundausstattung in der Regel kein Eigenanteil.
Welche Pflegekassen zahlen den Zuschuss?
Alle gesetzlichen Pflegekassen zahlen 25,50 €/Monat, wenn die Voraussetzungen nach § 40 SGB XI erfüllt sind. Versorgungsverträge bestehen praktisch mit allen großen Kassen.
Wie weit reicht der Funkfinger?
Typischerweise 30 bis 50 Meter rund um die Basisstation — je nach Bauweise und Anzahl der Wände. Für unterwegs braucht es das GPS-Mobilteil aus dem Premium-Paket.
Wie lange ist die Vertragslaufzeit?
Üblich sind 12 Monate Mindestlaufzeit, danach monatliche Kündigung. Im Todesfall oder beim Umzug ins Pflegeheim ist meist eine Sonderkündigung möglich.
Was ist das Vibby-System?
Vibby ist ein optionaler Sturzsensor, der typische Sturzmuster erkennt und automatisch einen Notruf auslöst, auch wenn die betroffene Person den Knopf nicht drücken kann. Aufpreis: 5 bis 10 € monatlich, nicht im Kassen-Zuschuss enthalten.
Kann ich den Anbieter wechseln, wenn ich unzufrieden bin?
Ja. Nach der Mindestlaufzeit ist ein Wechsel mit kurzer Kündigungsfrist möglich. Wichtig: Der neue Anbieter sollte ebenfalls einen Versorgungsvertrag mit Ihrer Pflegekasse haben, damit der Zuschuss nahtlos weiterläuft. Vergleichsoptionen lesen Sie in unseren Ratgebern zu Malteser, ASB und Caritas.
Zusammenfassung
Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist einer der bundesweit verbreiteten Hausnotruf-Anbieter. Das Basispaket liegt bei rund 25 Euro pro Monat plus 49 Euro Anschlussgebühr — Komfort- und Premium-Pakete kosten 5 bis 12 Euro monatlich mehr. Mit anerkanntem Pflegegrad 1 zahlt die Pflegekasse 25,50 Euro Zuschuss; für die Grundausstattung bleibt häufig 0 Euro Eigenanteil.
Wichtig: Die genauen Preise und Leistungen variieren zwischen den Regionalverbänden. Lassen Sie sich vor Vertragsschluss ein konkretes Angebot schriftlich geben — und prüfen Sie, ob der Versorgungsvertrag mit Ihrer Pflegekasse besteht. Wer Pakete vergleichen möchte, findet weitere Träger in unseren Ratgebern zu Malteser und Hausnotruf-Anbieter-Vergleich. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Hausnotruf bei Ihrer Pflegegrad-Stufe sinnvoll ist, lohnt der Blick in Hausnotruf-Kosten bei Pflegegrad 4.
Quellen und Hinweise
- Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. — Hausnotruf Produktseiten (Stand Mai 2026)
- § 40 SGB XI — Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
- GKV-Spitzenverband — Hilfsmittelverzeichnis, Produktgruppe 52 (Notrufsysteme)
- Johanniter-Unfall-Hilfe — Hausnotruf (Anbieterseite)
- § 40 SGB XI — Gesetzestext
- GKV-Spitzenverband — Hilfsmittelverzeichnis
Stand Mai 2026. Die Preise und Pakete stammen aus eigener Recherche bei der Johanniter-Unfall-Hilfe und können regional variieren. Pflegekompass empfiehlt keinen Anbieter im Speziellen. Verbindlich sind ausschließlich die Konditionen Ihres Vertragsangebots. Dieser Artikel ersetzt keine Beratung durch Ihre Pflegekasse oder einen Pflegestützpunkt.
