Kurzantwort: Der Malteser Hausnotruf kostet 2026 im Basispaket nach Anbieter-Angaben rund 25 Euro pro Monat. Mit anerkanntem Pflegegrad 1 oder höher übernimmt die Pflegekasse einen Zuschuss von 25,50 Euro pro Monatnach § 40 SGB XI. Genutzt wird in der Regel das i-Care-System des Herstellers Tunstall — Reichweite ca. 30 bis 50 m drinnen, bis 100 m draußen.
- Basispaket:ca. 25 €/Monat
- Comfort:+ Service-Schlüssel, ca. 4-7 € extra
- Premium:+ Sturzerkennung, ca. 5-10 € extra
- Reichweite i-Care:30-50 m drinnen, bis 100 m draußen
- Kassen-Zuschuss:25,50 €/Monat ab Pflegegrad 1 (§ 40 SGB XI)
- Kündigungsfrist: monatlich nach 12 Monaten
Hinweis: Die Preise variieren je nach Diözesan- und Regionalverband leicht. Verbindlich sind die Angaben des Trägers im konkreten Vertragsangebot.
Wer alleine zu Hause lebt und im Notfall niemanden in der Nähe hat, kennt das Gefühl: einmal die Treppe schief, einmal das Bewusstsein verloren — und niemand merkt es. Ein Hausnotruf soll genau diese Lücke schließen. Die Malteser zählen zu den bundesweit verbreiteten Anbietern, die diese Lücke füllen möchten.
Wir haben uns die Pakete, das technische System und die Vertragsbedingungen der Malteser angesehen. Keine Bewertung, keine Empfehlung — nur die Fakten, damit Sie informiert entscheiden können.
Was kostet der Malteser Hausnotruf 2026?
Der Malteser-Hilfsdienst nennt für das Basispaket nach Anbieter-Angaben einen monatlichen Preis von rund 25 Euro. Eine einmalige Anschlussgebühr in der Größenordnung von 49 Euro kann hinzukommen — in vielen Fällen wird sie aus der einmaligen Pauschale der Pflegekasse (10,49 Euro nach § 40 SGB XI) anteilig verrechnet, sodass der Eigenanteil gering bleibt.
Was im Basispaket enthalten ist:
- i-Care-Basisstation (Anschluss an Festnetz oder Mobilfunk)
- Funkfinger als Armband oder Halskette mit Notrufknopf
- 24/7-Servicezentrale der Malteser, deutschsprachig
- Hinterlegung von drei Kontaktpersonen für den Notfall
- Wartung, Akku-Tausch und technischer Support für die Vertragslaufzeit
Wer Schlüssel-Hinterlegung oder automatische Sturzerkennung möchte, bucht Comfort- oder Premium-Paket. Die genauen Aufpreise variieren regional.

Das Malteser i-Care-System im Detail
Die Malteser setzen technisch in vielen Regionen auf das i-Care-Hausnotrufsystem des britischen Herstellers Tunstall. Es gehört zu den verbreiteten Hausnotruf-Plattformen in Deutschland und wird auch von anderen Wohlfahrts-Trägern genutzt. Die zentralen Eigenschaften nach Hersteller-Angaben:
- Reichweite drinnen:30 bis 50 Meter rund um die Basisstation
- Reichweite draußen:bis zu 100 Meter (Garten, Balkon, Vorderhof), abhängig von Bauweise und Wetterlage
- Wasserfest: Funkfinger sind nach Hersteller-Angaben für Dusche und Bad geeignet
- Akku-Laufzeit: mehrere Jahre, Akkutausch durch die Malteser
- Funkstörungs-Erkennung: Die Basis testet regelmäßig die Verbindung zur Servicezentrale und meldet sich, wenn das Signal nicht funktioniert
Wer Sturzerkennung möchte: Im Premium-Paket ist diese Funktion über zusätzliche Sensoren integriert. Mehr zur generellen Funktionsweise dieser Technik lesen Sie in unserem Ratgeber Hausnotruf mit Sturzerkennung 2026.
Hinweis: Die hier genannten Werte stammen aus Anbieter- und Hersteller-Angaben sowie eigener Recherche von Pflegekompass im Mai 2026. Verbindlich sind ausschließlich die Konditionen, die Ihnen der jeweilige Malteser-Verband schriftlich im Vertragsangebot nennt.
Pakete im Direktvergleich
Die folgende Tabelle fasst die typischen Leistungen der Malteser-Pakete zusammen. Die Aufpreise sind Richtwerte und können regional schwanken.
| Leistung | Basis | Comfort | Premium | Pflegekasse zahlt? |
|---|---|---|---|---|
| Funkfinger + i-Care-Basisstation | ja | ja | ja | Ja — 25,50 €/Monat |
| 24/7-Servicezentrale | ja | ja | ja | im Zuschuss enthalten |
| Service-Schlüssel-Hinterlegung | nein | ja | ja | Nein — Eigenanteil |
| Automatische Sturzerkennung | nein | nein | ja | Nein — Eigenanteil |
| Wartung + Akkutausch | ja | ja | ja | im Zuschuss enthalten |
| Monatlich (vor Zuschuss) | ~ 25 € | ~ 29-32 € | ~ 35 € | — 25,50 € |
Tabelle: Pflegekompass nach Angaben des Malteser-Hilfsdienstes, Stand Mai 2026. Werte sind Größenordnungen, regional abweichend.
Was zahlt die Pflegekasse?
Der Hausnotruf zählt nach § 40 SGB XI zu den technischen Pflegehilfsmitteln. Ab anerkanntem Pflegegrad 1 zahlt jede gesetzliche Pflegekasse 2026 einen Pauschalzuschuss von 25,50 Euro pro Monat, der direkt mit der Malteser abgerechnet wird. Sie sehen auf Ihrer Rechnung nur den Differenzbetrag — also Standardpreis minus 25,50 €. Beim Basispaket liegt der Eigenanteil damit häufig bei null bis wenigen Euro.
Eine ärztliche Verordnung ist nicht nötig. Die Voraussetzungen lesen Sie ausführlich in unserem Ratgeber Hausnotruf-Zuschuss von der Pflegekasse 2026 und den Antrag-Schritt in Hausnotruf-Antrag bei der Pflegekasse.
Wer noch keinen Pflegegrad hat oder bei dem die Pflegekasse den Antrag abgelehnt hat: In diesen Fällen müssen Sie die volle Grundgebühr selbst tragen, plus eventuelle Anschlusspauschalen. Mehr dazu in Hausnotruf ohne Pflegegrad.
Vertragslaufzeit und Kündigung
Üblich bei den Maltesern ist eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten. Nach dieser Zeit gilt in der Regel eine monatliche Kündigungsfrist. In Sonderfällen besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht:
- Tod des Vertragspartners — sofortige Vertragsbeendigung
- Umzug ins Pflegeheim — meist Sonderkündigungsrecht
- Wegfall des Pflegegrads — ggf. Anpassung der Konditionen, kein automatisches Kündigungsrecht
- Anbieter-Wechsel — möglich nach Ablauf der Mindestlaufzeit, mit kurzer Frist
Lassen Sie sich vor Vertragsschluss die Sonderkündigungsrechte schriftlich bestätigen — gerade bei Todesfall und Umzug ins Heim sind die Regelungen für Angehörige wichtig.
Welche Zusatzleistungen kosten extra?
Folgende Leistungen sind nicht im Pflegekassen-Zuschuss enthalten und müssen selbst getragen werden:
- Service-Schlüssel-Hinterlegung— ca. 4 bis 7 €/Monat
- Tageskontakt / Kontrollanruf— 10 bis 20 €/Monat
- Automatische Sturzerkennung— 5 bis 10 €/Monat
- Mobiler GPS-Notruf für unterwegs— separater Vertrag, 25 bis 35 €/Monat
- Zweitsender für Partner — separater Vertrag notwendig
Wer überlegt, ob ein mobiles Notrufsystem statt eines klassischen Hausnotrufs sinnvoll ist, sollte unseren Ratgeber Hausnotruf mobil mit GPS lesen. Ein Faktencheck zur Stiftung-Warentest-Bewertung von Hausnotrufsystemen findet sich in Hausnotruf bei Stiftung Warentest 2026.
So beantragen Sie den Malteser Hausnotruf
- Pflegegrad prüfen.Pflegegrad 1 reicht aus. Falls noch nicht vorhanden, parallel beantragen. Bei höherem Pflegegrad gelten dieselben Konditionen. Bei Pflegegrad 4 oder höher lesen Sie auch Hausnotruf-Kosten bei Pflegegrad 4.
- Malteser-Verband kontaktieren. Online den zuständigen Diözesan- oder Regionalverband finden, anrufen oder Online-Formular ausfüllen. Ein Mitarbeiter bietet meist einen Hausbesuch an, um das System vor Ort zu erklären.
- Paket wählen + Vertrag erhalten. Lassen Sie sich ein konkretes Angebot mit allen Preisen, Laufzeiten und Sonderkündigungsrechten schriftlich geben.
- Pflegekassen-Antrag mit ausfüllen. Der Malteser-Verband übernimmt in der Regel die Korrespondenz mit Ihrer Pflegekasse. Sie unterschreiben das Antragsformular, alles Weitere geht automatisch.
- Installation + Probealarm. Ein Techniker oder Ehrenamtlicher schließt die Basisstation an, erklärt den Funkfinger und löst einen Testalarm aus. Ab da läuft das System rund um die Uhr.
Wann lohnt sich der Malteser Hausnotruf?
Wie bei jedem Hausnotruf-Anbieter gilt: Die Entscheidung hängt nicht vom Anbieter ab, sondern von der Situation. Sinnvoll ist ein Hausnotruf typischerweise, wenn:
- Sie alleine leben oder tagsüber lange allein sind
- Ein erhöhtes Sturzrisiko besteht (Mobilität, Osteoporose, OP)
- Chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme oder Schlaganfall-Risiko vorliegen
- Die Angehörigen tagsüber arbeiten und nicht erreichbar sind
- Sie mit beginnender Demenz allein wohnen — dann oft mit Sturzsensor sinnvoll, mehr in Hausnotruf bei Demenz
Wer überlegt, ob eine Smartwatch mit Sturzerkennung statt klassischem Hausnotruf reicht: Der Faktencheck steht in Hausnotruf vs. Smartwatch.
Häufige Fragen zum Malteser Hausnotruf
Wie weit reicht das Malteser i-Care draußen?
Nach Hersteller-Angaben bis zu 100 Meter im Außenbereich — abhängig von Bauweise, Wetter und Funkstörungen. Das ist im Vergleich zum klassischen Hausnotruf (30-50 m) eine Erweiterung, ersetzt aber keinen mobilen GPS-Notruf für längere Spaziergänge oder Einkäufe.
Ist der Funkfinger wasserfest?
Ja. Armband und Halskette des i-Care-Systems sind nach Hersteller-Angaben wasserfest und können beim Duschen und Baden getragen werden. Die Basisstation hingegen gehört in einen trockenen Raum.
Was passiert, wenn der Akku leer wird?
Die Basisstation und der Funkfinger melden niedrigen Akkustand automatisch an die Servicezentrale. Ein Techniker oder Ehrenamtlicher tauscht den Akku oder das Gerät kostenfrei innerhalb der Vertragslaufzeit. Sie müssen sich darum nicht kümmern.
Was kostet der Service-Schlüssel?
Üblich sind 4 bis 7 € monatlich extra. Im Notfall öffnen Mitarbeiter der Malteser oder beauftragte Servicekräfte die Wohnung — schneller als Feuerwehr oder Polizei, ohne dass die Tür aufgebrochen wird.
Kann ich den Anbieter wechseln?
Ja, nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten. Wichtig: Der neue Anbieter sollte ebenfalls einen Versorgungsvertrag mit Ihrer Pflegekasse haben, damit der Zuschuss nahtlos weiterläuft. Optionen sind etwa Johanniter, ASB, Caritas oder private Anbieter wie Vitakt.
Kann ich den Malteser Hausnotruf steuerlich absetzen?
Ja, der Eigenanteil (also was Sie selbst zahlen, abzüglich Pflegekassen-Zuschuss) ist als haushaltsnahe Dienstleistung bis zu einer bestimmten Höhe absetzbar. Mehr Details in Hausnotruf von der Steuer absetzen.
Zusammenfassung
Der Malteser-Hilfsdienst gehört zu den großen bundesweiten Hausnotruf-Trägern. Technisch setzen die Malteser in vielen Regionen auf das i-Care-System des Herstellers Tunstall — mit einer typischen Reichweite von 30 bis 50 Metern drinnen und bis zu 100 Metern draußen. Das Basispaket kostet rund 25 Euro monatlich; mit Pflegegrad 1 deckt der Pflegekassen-Zuschuss von 25,50 Euro die Grundausstattung in der Regel ab.
Wer Schlüssel-Service, Sturzerkennung oder einen mobilen GPS-Notruf benötigt, zahlt Aufpreise zwischen 5 und 35 Euro monatlich. Lassen Sie sich vor Vertragsschluss ein konkretes Angebot Ihres Regionalverbands geben — Preise und Pakete variieren leicht regional. Wer Alternativen prüfen will, findet den Anbieter-Vergleich 2026 und Detailseiten zu Johanniter, ASB und Caritas.
Quellen und Hinweise
- Malteser-Hilfsdienst e. V. — Hausnotruf-Produktseiten (Stand Mai 2026)
- Tunstall — Produktdaten zum i-Care-Hausnotrufsystem
- § 40 SGB XI — Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
- GKV-Spitzenverband — Hilfsmittelverzeichnis, Produktgruppe 52 (Notrufsysteme)
- Malteser-Hilfsdienst — Hausnotruf (Anbieterseite)
- § 40 SGB XI — Gesetzestext
- GKV-Spitzenverband — Hilfsmittelverzeichnis
Stand Mai 2026. Pakete, Preise und technische Daten basieren auf Angaben des Malteser-Hilfsdienstes, des Herstellers Tunstall und eigener Recherche. Pflegekompass empfiehlt keinen Anbieter im Speziellen. Verbindlich sind ausschließlich die Konditionen Ihres Vertragsangebots.
